Mit dem Jahreswechsel verknüpft sich für die deutschen Unternehmen offenbar wenig Hoffnung 
auf eine baldige Konjunkturwende. Der vom Münchener ifo-Institut unter circa 9.000 
Führungskräften erhobene Geschäftsklimaindex sank im Dezember auf 87,6 Punkte, nachdem er 
im Vormonat noch bei 88,0 gelegen hatte. Während die Aussichten des Baugewerbes auf 
niedrigem Niveau verharrten, trübten sich die des verarbeitenden Gewerbes, im Handel und bei 
Dienstleistungsanbietern ein. „Das Jahr endet ohne Aufbruchsstimmung“, resümiert ifo-Chef 
Clemens Fuest. 

Einen Lichtblick bot lediglich die Gastronomie, deren Dezemberumsätze erfreulich ausfielen und 
die zudem der zum 1. Januar in Kraft getretenen Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen 
entgegensah. Eine breitere Aufhellung der Konjunktur erwarten viele Experten noch für dieses 
Jahr, in dem die immensen schuldenfinanzierten Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen 
des Bundes das Wachstum ankurbeln dürften. Damit würde eine über dreijährige Rezessionsund Stagnationsphase überwunden.