Während die Europäische Zentralbank den Leitzins weiterhin bei 2,0 Prozent belässt, müssen 
Tagesgeldsparer sich mit einer weiterhin schrumpfenden Verzinsung begnügen –zumindest 
wenn sie bei ihrer Bank Bestandskunden sind. Das ergab die Marktanalyse eines großen 
Vergleichsportals. 

Insbesondere regionale Geldhäuser, also Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken, knausern 
beim Tagesgeld. So legen 38 Prozent von ihnen einen Minizins von maximal 0,25 Prozent 
zugrunde – vor einem Jahr waren es nur 24 Prozent. Im Durchschnitt zahlen die Sparkassen 0,37 
Prozent, die Genossenschaftsbanken mit 0,42 Prozent kaum mehr. Der durchschnittliche Zinssatz 
über alle Banken in Deutschland hinweg liegt bei 1,29 Prozent, woraus folgt, dass die 
bundesweit operierenden Institute deutlich höhere Tagesgeldzinsen leisten. Das attraktivste 
dauerhafte Angebot am Markt beträgt derzeit 2,3 Prozent. Noch mehr, nämlich über 3 Prozent, 
sind für Neukunden drin. Nach dem jeweiligen Garantiezeitraum fällt indes auch ihre Verzinsung 
auf das Bestandskundenniveau der Bank.